AktionsGemeinschaft

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Die AktionsGemeinschaft (AG) ist eine Fraktion innerhalb der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH). Sie bezeichnet sich selbst als parteiunabhängig, wird aber allgemein als der ÖVP nahestehend angesehen und wurde von ihr zeitweise finanziell unterstützt.[1] Bundesobmann der AktionsGemeinschaft ist seit 6. September 2009 Philipp Niederschick.[2]

Die AktionsGemeinschaft ging Anfang der 1980er-Jahre aus der Fusion der ÖVP-nahen Österreichischen Studentenunion (ÖSU) mit dem unabhängigen Österreichischen Studentenforum hervor. Die ÖSU war ursprünglich ein Wahlbündnis verschiedener christlich-konservativer Verbände (ÖCV, ÖKV, Freie Österr. Studentenschaft) gewesen, das die Gremien der ÖH schon seit ihrer Gründung dominiert hatte. In den 1970er-Jahren kam es infolge mehrerer Abspaltungen zu einem zeitweiligen Niedergang der ÖSU-Vormacht, der aber durch die Bildung der AG gestoppt werden konnte.

2004 sprach sich die AG als eine der wenigen Fraktionen nicht gegen die Abschaffung der Direktwahlen zur ÖH-Bundesvertretung aus. Durch die neue Wahlarithmetik wurde bei den ÖH-Wahlen vom 31. Mai bis 2. Juni 2005 eine Verzerrung der Mandatszahlen zugunsten der AktionsGemeinschaft befürchtet. Das Gegenteil trat jedoch ein, der VSStÖ profitierte von dem neuen Wahlmodus, die AktionsGemeinschaft verlor an fast allen Universitäten Stimmen (mit einigen Ausnahmen; bspw. Medizinische Universität Wien).

Nach der ÖH-Wahl 2007 war die AG zunächst nicht im Vorsitz der Bundes-ÖH vertreten. Doch die Koalition aus Unabhängigen Fachschaftslisten (FLÖ), GRAS wurde nach der Hälfte der Amtszeit von der FLÖ für beendet erklärt. Nach der von der AktionsGemeinschaft betriebenen Abwahl des Vorsitzenden Hartwig Brandls (FLÖ) wurden in einer turbulenten Sitzung Samir al-Mobayyed zum neuen Vorsitzenden und Norbert Köck zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, womit die AG ohne Koalitionsbündnis den Vorsitz der ÖH führte.[3][4]

Bei der ÖH-Wahl 2009 konnte die AG ihre Position als mandatsstärkste Fraktion weiter ausbauen und hält mit zwei hinzugewonnenen Mandaten nun bei insgesamt 22.[5]

Der Aktionsgemeinschaft wurde wiederholt unterstellt, sehr enge Beziehungen zum Cartellverband zu unterhalten[6][7], dies wird vonseiten der AG zurückgewiesen.[8]

Die AktionsGemeinschaft ist Mitglied der European Democrat Students (EDS).

Quellen

  1. Bericht des Rechnungshofs von 2000
  2. Presseaussendung vom 10. September 2009: AktionsGemeinschaft: Philipp Niederschick zum neuen AG-Obmann gewählt
  3. Vorsitzteam der Bundes-ÖH, Stand 23. Juli 2008
  4. derStandard.at: AG stellt vorläufigen ÖH-Vorsitz
  5. der ÖH-Wahl 09 - Bundesvertretung
  6. http://www.dobusch.net/pub/jour/200305art.pdf Artikel für das Magazin „JKUrsiv“ der HochschülerInnenschaft an der Johannes Kepler Universität Linz, Ausgabe 1, Mai 2003, Autor: Leonhard Dobusch
  7. Chilli.cc: Schwarzer Samir siegt. Abgerufen am 5. Mai 2009.
  8. Wiener Zeitung: High Noon vor der Studenten-Wahl. Abgerufen am 5. Mai 2009.

Weblinks

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